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'Printkrise 2.0' von Lars Petersen

Unglaubliche Veränderungen erschüttern die Presse- und Medienwelt. Undurchschaubar deren Ende und die Entwicklungen der nächsten Jahre. Dieses Blog dient dem Austausch, der Vernetzung und der Information.

WebPad

am 13.04.2010 15:14 Uhr von Lars Petersen

Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir - und gute Neuigkeiten von der Medienbranche. Während Apple mit dem iPad zwar eine gute Vorlage in Richtung Medien-Innovation und neuer Kommunikation geschaffen hat, gibt es das Berliner Unternehmen Neofonie, das mit dem WePad zum David-Schlag gegen Goliath ausgeholt hat. In Sachen Design kann sicher so schnell keiner Apple das Wasser reichen, aber die Inhalte und Funktionen sind Stand heute beim WePad beachtlich. Im Vergleich zum iPad von Apple verfügt das WePad über diese Funktionen:
W-Lan
UMTS
2 USB-Anschlüsse
Kartenleser
Webcam

Das WePad unterwirft auch die Anbieter kein...

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Qualitäts-Lüge

am 07.01.2010 12:24 Uhr von Lars Petersen

In den vergangenen 10 Jahren ist die Gesamtauflage deutscher Zeitungen um fast 20% zurückgegangen, die Anzahl erscheinender Tageszeitungen reduzierte sich um knapp 6% und die Werbeumsätze dieser Gattung sanken um sogar um über 25%.

Die offensichtliche Krise trifft die Medienmacher und Verlage hart. Allen Grund also, dass diese sich beklagen und überlegen, wie sie in diesen Zeiten überleben und ihr Bestandsgeschäft innovieren.

Der SPIEGEL Artikel "Die Qualitäts-Lüge" (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68073982.html) hat es für mich auf den Punkt gebracht: Nun versuchen Verleger, negative Entwicklungen auch noch positi...

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PaperC

am 09.11.2009 14:39 Uhr von Lars Petersen

Heute möchte ich uneigennützige Werbung machen: Ich habe gelesen, dass ein neuer Anbieter gestartet ist und digitalisierte Bücher anbietet. PaperC heißt die Firma aus Berlin, eine Online-Plattform für Fachbücher. Ca. 1.500 Titel sollen bereits jetzt zur Verfügung stehen.

Unter http://paperc.de sind alle Bücher kostenlos als Volltext zu nutzen. Lediglich das Speichern, Notieren oder Ausdrucken ist kostenpflichtig. Eine tolle, unterstützenswerte Alternative zu Googles Bücher Initiative, die Lust auf Mehr und Mut macht. Und vor allem viele kostenlose Features bietet und Verlage mitverdienen lässt. Das nenne ich zukunfstfähig.

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Reinhard Mohn - Gedenken an eine Unternehmerlegende

am 06.10.2009 12:44 Uhr von Lars Petersen

Manager seines Medien-Imperiums war Reinhard Mohn nie. Aber immer Unternehmer, Visionär und er selbst. Kaum ein Unternehmer mit einem solchen Format, Geradlinigkeit und Erfolg, der nicht nur mit Bertelsmann eines der größten Medienkonzerne der Welt aufbaute, sondern mit der Bertelsmann Stiftung auch unsagbar viel Gutes getan hat.

Reinhard Mohn war eine zurückhaltende Person, dessen Hobby es war, nachzudenken. Auf langen Spaziergängen formte er seine Ideen und Ziele für Bertelsmann und schaffte es als Unternehmer, Erfolg mit Menschlichkeit und sozialer Verantwortung zu vereinen. Reinhard Mohn steht für den Wiederaufbau in Deut...

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Neue Lösungen im Printbereich

am 16.09.2009 12:03 Uhr von Lars Petersen

Im Internet kann man immer mehr neue Angebote finden, die dem Printsektor neue, digitale Möglichkeiten aufzeigen. Gerade erst ist Google mit fast flip (http://fastflip.googlelabs.com) gestartet und will die Verlage an den Werbeinnahmen beteiligen. Was für ein Schritt. Kurze Zeit zuvor kündigte Verleger Hubert Burda an, auf seinen News-Seiten Nachrichten.de und Finanzen100 die Urheber der aggregierten Texte an den Werbeeinnahmen zu beteiligen. Microsoft entwickelt derzeit im Auftrag des amerikanischen Zeitungsverbandes NAA den Prototypen einer Zeitung der Zukunft (http://www.niemanlab.org/2009/09/microsofts-vision-for-a-next-gen-...

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Faktor i - was wir von Apple lernen können

am 11.08.2009 15:33 Uhr von Lars Petersen

Apple schafft das, was sonst kaum einem gelingt:
Apple fasziniert
Apple ist Kult
Apple überzeugt
Apple ist Mythos
Apple hat eine treue Fangemeinde
Apple hat keine Markenbotschafter, sondern Jünger
Apple scheint unsterblich
Apple ist erfolgreich
und über Apple wird gesprochen. Und das freiwillig. Von den Konsumenten selber. Der Traum eines jeden Markenartiklers.

Schon lange ist nicht mehr wirklich eindeutig, welche Strahlkraft dabei Apple alleine hat, und welchen Anteil Apples Kopf Steve Jobs trägt. Es scheint nur, dass Apple sich ständig selber neu erfindet und sich dabei erschreckend treu bleibt.

Das Erstaunlich...

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15-Jähriger Morgan-Stanley-Praktikant gibt Antworten

am 14.07.2009 12:00 Uhr von Lars Petersen

Als ich es gestern im Internet las, konnte ich es kaum glauben: Ein 15-Jähriger Praktikant bei Morgan Stanley hat das geschafft, was kaum ein Medienanalyst zuvor so klar auf den Punkt bringen konnte. Der Londoner Schüler Matthew Robson sollte für die US Bank die Mediengewohnheiten seiner Freunde beschreiben. Schonungslos, ehrlich und aus der Realität gegriffen redete Matthew Robson nichts schön, verschleierte nichts und räumte mit vielen Unwahrheiten auf. Ein paar Auszüge aus seiner Analyse:
- Teenager nutzen Twitter nicht
- Werbung im Internet nervt, ist nicht sonderlich originell und bringt nichts
- Musik gebe es auch ohne ...

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Paid Content

am 22.05.2009 16:55 Uhr von Lars Petersen

Es mehren sich die internen und öffentlichen Diskussionen über die Frage, ob Paid Content, also gebührenpflichtige redaktionelle Inhalte, die Lösung für all die Probleme der Zeitungsmacher sind. Dabei gibt es gute Beispiele, wo das scheinbar gut funktioniert. So zum Beispiel bei der New York Times oder der Finacial Times aus UK.

Für mich ist die plötzliche Hetzjagd nach Paid Content nicht nachvollziehbar. Werbeeinnahmen brechen den Zeitungen und Zeitschriften massiv weg, die Auflagen gehen drastisch zurück und im Internet lässt sich mit redaktionellen Inhalten noch nicht genügend Geld verdienen. Da scheint die Lösung so verm...

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Das Rieplsche Gesetz

am 24.04.2009 13:21 Uhr von Lars Petersen

Unaufhaltsam halten gravierende Veränderungen Einzug in die deutsche und internationale Medienwelt. Das Internet, vor über einem Jahrzehnt als "Kostenlos-Medium" etabliert, will nicht so recht der Verlage bester Freund werden.

Als Verlage anfingen, ihre Inhalte kostenlos ins Netz zu stellen, wurde die Geschichte des Internets und des Nutzerverhaltens bereits geschrieben. Seinerzeit verließ man sich auf die stabilen Absatzzahlen der Printpublikationen und der wachsenden Einnahmen aus Online-Werbung. Noch bis vor kurzer Zeit hielt man das Rieplsche Gesetz für unumstößlich.

Das Rieplsche Gesetz wurde von dem Journalisten und...

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Ein schwarzer Medienfreitag

am 27.03.2009 13:23 Uhr von Lars Petersen

Heute überschlagen sich erneut die negativen Meldungen. Es scheint, als versuche man damit das Pflaster schnell abzuziehen, damit es nicht so weh tut. Doch jeder weiß, dass sich die heutigen Meldungen inmitten von vielen anderen einreihen, weitere werden mit Sicherheit folgen.

Die heutigen Headlines:
- Google streicht 200 Jobs bei Marketing und Verkauf
im Januar und Februar dieses Jahres waren es schon einmal 140 Stellen. Bei weltweit 20.000 Stellen ist dies noch relativ gering, bedenkt man aber die davon ausgehende Signalwirkung und Bedeutung, da Google bisher noch nie solche Einschnitte machen musste, kann einem das Angst...

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E-Books

am 18.03.2009 10:37 Uhr von Lars Petersen

Jüngst hörte ich auf der Leipziger Buchmesse viele Stimmen über das Sterben der Zeitungen, Zeitschriften und die Bedrohung der Bücher. Dabei fielen immer wieder die Wörter "E-Book", "Kindle", "Sony E-Book-Reader". Es zeigte sich einmal mehr, dass das E-Book als Bedrohung und Substitutionsgut betrachtet wird, das dem gesunden Buchmarkt schaden wird.

Entgegen des allgemeinen Trends wuchsen die Umsätze des Buchhandels in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um 1,7 Prozent. Der Buchmarkt ist ohnehin gesund, stabil und dank der Preisbindung auch recht krisensicher. Aber in jedem Fall ist der Buchmarkt absolut krisenunerfahren.
...

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Die Zukunft der Medien

am 13.02.2009 10:57 Uhr von Lars Petersen

Derzeit finden viele Spekulationen über die Zukunft der Medien statt. Allein 2008 wurden einige hundert Printtitel vom Markt genommen, der Trend weg von der Medienvielfalt hält kontinuierlich an.

Erst kürzlich schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), dass die Generation "Digital Natives" nun volljährig geworden ist. Also, eine erste Generation, die mit E-Mail, Internet, Handy, Messanger, Chats, Computer etc. aufgewachsen ist und wie selbstverständlich damit umgeht. Darauf als Traditionsverlag mit Printpublikationen zu reagieren - sicher kein einfaches Unterfangen.

Die gute Nachricht: Gute Leute scheinen au...

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Qualitätsjournalismus

am 02.01.2009 08:56 Uhr von Lars Petersen

Die ruhigen Tage neigen sich dem Ende, viele von uns haben das in 2008 Erreichte reflektiert, bewertet und in Form von neuen Zielen und Strategien für 2009 umgesetzt. So habe ich mir Gedanken über den weiteren Verlauf der Medienkrise, den vielen Entlassungen und grundlegenden Änderungen gemacht. Meiner Ansicht nach bietet die derzeitige Situation Grundlage für viele Gefahren, aber auch für einige Potenziale.

Erschrocken und ungläubig bin ich über das rasant einsetzende Schneeballsystem. Gerade noch übertrumpften die Firmen sich mit der Bekanntgabe von Rekordmeldungen, wenig später schon sind Massenentlassungen, Bereichsschlie...

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Headlines der Medienkrise

am 28.11.2008 12:36 Uhr von Lars Petersen

Die Headlines der vergangenen Wochen können einem Angst machen:

- WAZ-Mediengruppe streicht bis zu 300 Stellen
- Ringier und "Weltwoche" bauen landesweit 22 Stellen ab
- Frankreichs öffentliche Rundfunkanstalten erleben heftige Streiks, rund 11.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen
- Wissenschaftler der Fachhochschule Mainz sagen voraus, dass die Tageszeitungen bis 2018 fast ein Drittel ihrer Leser an das Internet verloren haben
- Süddeutsche Zeitungsverlag: Betriebsbedingte Kündigungen werden jetzt nicht mehr ausgeschlossen
- Associated Press: 400 Mitarbeiter müssen um den Job bangen
- Gruner + Jahr: 132 Entlassungen, ...

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