5 Fragen an Petra Gessulat, Chefredakteurin von COSMOPOLITAN und CELEBRITY
Montag, 09. Juni 2008
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Frau Gessulat, Sie sind seit April 2005 Chef- redakteurin des renommierten Magazins COSMOPOLITAN, das zu den größten und erfolg- reichsten internationalen Frauenmagazinen gehört. "COSMOPOLITAN ist traditionell das klügste und kritischste Magazin für Frauen". Würden Sie uns diese Ihre Aussage erläutern und begründen?
GESSULAT: COSMOPOLITAN bewegt seit 1980 sehr viel für Frauen. Unser Slogan "Stark, smart, sexy" ist da sehr bezeichnend. Wir machen Frauen stark, ermutigen sie, alles zu tun, wozu sie Lust haben. Wir helfen Frauen dabei, sich gut zu fühlen und den Mut zu haben, hohe Ziele anzustreben und wir stehen ihr zur Seite, wenn sie diese Ziele erreichen möchte. Mit uns können sie all das erreichen, was sie sich wünschen.
COSMOPOLITAN ist eines der wenigen Frauenmagazine, die immer eine Job-Teil hatten. Und wir sind das erste Magazin, das offen und progressiv über die Themen Sex und Erotik geschrieben hat - in einer deutlichen, erwachsenen und trotzdem salonfähigen Sprache.
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Bereits die August-Ausgabe 2005 war die innerhalb von 10 Jahren meist verkaufte Ausgabe.
Was haben Sie verändert, damit in den wenigen Monaten sich ein so herausragender Erfolg einstellen konnte? Gibt es eine besondere Strategie, mit der Sie dieses Magazin in die Zukunft führen wollen?
GESSULAT: Ich habe COSMOPOLITAN seit 2005 behutsam weiter entwickelt, das Heft frischer und lebendiger gemacht und gleichzeitig den Style-Faktor in Mode und Beauty erhöht bzw. das Heft insgesamt optisch anspruchsvoller gemacht. Dass die August-Ausgabe 2005 so exorbitant gut lief, ist einer Mischung aus harter Arbeit und einer frischen Herangehensweise zu verdanken.
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„Frauenmagazine sollen Träume schaffen und bedienen“, sagten Sie einmal. Gleichzeitig will COSMOPOLITAN Frauen mit großen beruflichen Ambitionen und Anspruch auf erfülltes Leben in Punkto Partnerschaft, Psychologie, Erotik neben Mode und Beauty unterstützend begleiten.
Liegt hierin kein Widerspruch? Sind die Inhalte mehr Abbilder einer Traumwelt, oder bieten Sie echte Lebenshilfe für Ihre Zielgruppe?
GESSULAT: Ein gutes Magazin muss beides können: Träume bedienen und konkreten Service für die Leserin bieten. Wir haben als Zeitschrift gegenüber dem Internet nach wie vor den Vorteil, dass wir opulente Bilderwelten zeigen können und aufwändig gestaltete Seiten. Haptik und Optik spielen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig möchte die Leserin ein ansprechendes "Gesamtpaket", d.h. auch konkret erfahren, wie sie denn jetzt mit den Macken des Partners umgehen oder den neuen Trend Sarouel-Hosen stylen soll.
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Sie sind Gast-Jurorin bei „Germany’s Next Topmodel“.
Wie beurteilen Sie die Qualität und das Potenzial der Teilnehmerinnen dieser Sendung, und welche Erfolgschancen geben Sie diesen im internationalen Profi-Business?
GESSULAT: Wie man an den Beispielen Lena Gercke (Topmodel 06) und Barbara Meier (Topmodel 07) sehen kann, sind die Gewinnerinnen von Germany's Next Topmodel by Heidi Klum im Business sehr erfolgreich. Sie machen große Kampagnen und TV-Spots (Katjes, Joghurette, Pantene Pro V) und verdienen gutes Geld - jedenfalls mehr als 99,9 Prozent anderer 20-Jähriger. Bisher sind die Karrieren der Mädchen eher auf den deutschen Markt beschränkt gewesen, was aber nicht heißen muss, dass Lena, Barbara und jetzt auch Jenny es international schaffen. Man kann "Topmodel" sicherlich unterschiedlich definieren, aber wenn es darum geht, kommerziellen Erfolg zu haben, dann spielen die Gewinnerinnen der Show ganz vorne mit.
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Am 5. Juni wurde Jennifer Hof als „Germany’s Next Topmodel 2008“ gekürt und wird in Kürze die Titelseite der COSMOPOLITAN zieren. Sie haben Jennifer bei einigen Shootings und Castings erlebt.
War für Sie schon frühzeitig klar, dass Jennifer Hof das Zeug zum Topmodel hat und diesen Contest gewinnen wird?
GESSULAT: Jennifer wird auf dem Cover der August-COSMOPOLITAN sein, die am 17.7. erscheint. Man konnte schon früh sehen, dass sie das Zeug zur Gewinnerin hat, weil sie unvergleichlich lange Beine hat und ein feines, besonderes Gesicht. Die Show hat ihr geholfen, ihre anfängliche Schüchternheit zu überwinden und die für Foto-Shootings so wichtige Beweglichkeit und Emotionalität aus sich herauszuholen. So gesehen hat Germany's next Topmodel aus dem Rohdiamanten Jenny eine strahlende Erscheinung gemacht.