5 Fragen an Ulrich Wickert, Deutschlands wohl bekanntestem Moderator, Journalisten und Autor
Montag, 07. April 2008
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Herr Wickert, im Laufe von über 4 Jahrzehnten haben Sie im In- und Ausland als Journalist, Redakteur, Moderator und Autor sowohl in den Medien als auch in der Politik eine exponierte Stellung erlangt. Bereits 1992 wurden Sie als „Medienmann des Jahres“ und als „Telestar“ ausgezeichnet. Mit Ihrer Popularität und Bekanntheit bei Hörern und Zuschauern haben Sie enorm viele Menschen erreicht und viel bewegt. Ist es im Zeitalter der Digitalisierung, des Internets und der vielen Blogs für den Einzelnen schwieriger, eine größere Anzahl von Lesern, Hörern und Zuschauern zu erreichen?
Das glaube ich nicht. Denn mit dem Fernsehen erreichen Sie heute immer noch Millionen von Menschen zur gleichen Zeit: etwa um 20 Uhr mit der Tagesschau. Aber tatsächlich verschiebt sich die Art, wie manche junge Leute Informationen zu sich nehmen. Nicht mehr zu festen Zeiten im Fernsehen, nicht mehr mit der Tageszeitung, sondern im Internet zu jeder möglichen Zeit.
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Sie sind Mitherausgeber und Kolumnist des Online-Nachrichtenportals zoomer.de. Was hat Sie dazu bewogen, dieses „revolutionäre“ Projekt durch Ihre Mitarbeit und Ihren Namen zu unterstützen?
Zunächst bin ich von der Qualität der Redaktion und des journalistischen Anspruchs von zoomer.de überzeugt. Und zum anderen finde ich es spannend, an einem Projekt im neuen Medium Internet mitzuarbeiten.
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Blicken wir einmal auf einige Missstände unserer Zeit wie z.B. Umwelt, Armut, Krankheit, soziale Ungerechtigkeit. Welche Verantwortung und welche Chancen haben hier die Macher und Verbreiter von Informationen, Veränderungen und Verbesserungen zu bewirken?
Kritische Journalisten haben die Aufgabe, mit den von ihnen verbreiteten Informationen das Wissen der Leser zu mehren, so dass sie in der Lage sind, politische Vorgänge einzuschätzen und als Demokraten entsprechend zu handeln, wenn sie Zustände verändern wollen.
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Als Korrespondent und ARD-Studioleiter in den USA und in Frankreich haben Sie tiefe Einblicke in die medialen Strukturen und Spezifika anderer Länder gewonnen. Wie schätzen Sie im internationalen Vergleich die deutsche Medienlandschaft ein?
Die deutsche Medienlandschaft gehört zu den lebendigsten und besten in der Welt, sicherlich nach den USA, aber gewiss weit vor dem, was sich in Frankreich, Italien und – ja auch in Großbritannien abspielt. Allerdings bedauere ich, dass der deutsche politische Journalismus sich sehr feuilletonistisch gibt und dadurch Fakten nicht so klar dargestellt werden, wie etwa im US-Journalismus.
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Die deutsche Mediengeschichte ist relativ jung, aber die Entwicklung ist rasant. Wenn Sie Ihren Blick in die Zukunft lenken, wie beurteilen Sie die Entwicklung der nächsten 10 bis 20 Jahre?
Ach, zehn oder zwanzig Jahre werden unsere Mediengeschichte nicht verändern. Da wird es immer noch die FAZ, die SZ, den SPIEGEL und die ZEIT geben. Hinzukommen werden Internet-TV-Programme, vielleicht die eine oder andere Plattform. Die Mixtur wird größer, aber das Gesamtbild wird sich nicht dramatisch verändern.
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Habe auf OMD Herrn Wickert getroffen und Ihn gefragt, warum nicht jedermann eigene Meldungen veröffentlichen kann. Sein Antwort: Naja das können Sie! Sie können Comments abgeben und Artikel bewerten." Das ist alles?
Zoomer ist zwar ganz nett, aber mann kann die Artikel leider "nur" kommentieren und nicht eigene Artikel veröffentlichen. Da gefällt mir www.online-artikel.de besser. Bei OA kann jeder eigene Meldungen veröffentlichen, andere bewerten und Comments abgeben. Das nenne ich echtes Web 2.0 Plattform.
Außerdem hilft es einem hinsichtlich Marketing und Promotion der eigenen Projekte, weil die Meldungen unter anderem bei Google News veröffentlicht werden.